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Mittwoch, 29. Oktober 2014
Kennt ihr das? Einkaufen ... wie nervig!
fessus, 20:36h
Kennt ihr das? Einkaufen ... wie nervig!
Es steht immer wieder an: einkaufen. Klar, wenn man ein Auto hat, dann dürfte einem das nicht so viel ausmachen. ABER wenn man keins hat, wird die Jagd nach Essbarem oft zum Abenteuer. Anfangen tut alles schon zuhause. Ihr schnappt euch euren größten Rucksack und packt eure 100.000 Pfandflaschen in Taschen. Das ist nicht schwer, sieht aber so aus. Noch ist alles ok. Na dann, eine Liste brauchen wir nicht- alles gemerkt, klar. Also los dann! Gehen wir mal davon aus, dass es nicht regnet, im Normalfall wäre es wohl aber so. Mittlerweile bin ich nur davon schon so genervt, dass ich alles wieder abstelle und mich ins Bett lege. Also: gutes Wetter, gute Laune, und Abmarsch!
Den kilometerlangen Weg legt ihr schon leicht gestresst zurück, weil ihr euch einfach Besseres vorstellen, könnt als Zeit mit rumrennen zu vertrödeln. Irgendwann kommt ihr dann endlich an, ausgelaugt als wäret ihr durch die Sahara gepilgert und habt nun die rettende Oase erreicht. Schritt 1: geschafft! Schritt 2: Greif dir einen Einkaufswagen! ... War klar ... Chip vergessen und von Kleingeld auch keine Spur. Lediglich ein leises Rauschen kommt aus der Brieftasche, oder ist es das Geräusch, dass diese runden Büsche machen, wenn sie durch die Prärie rollen? Ich fürchte Letzteres. Nach ewigem Gekrame in den kleinen Taschen und Fächern an eurem Rucksack stellt ihr fest: Ja! 50 Cent! Das reicht grade so um einen Wagen aus seinem Gefängnis zu befreien und ihn mit auf eure Odyssee zu nehmen. Erstmal Pfand abgeben, die Schlange ist natürlich übertrieben lang, so als hätten sich heute alle gedacht "bringe ich mal den Pfand der letzten 4 Jahre weg". Ok, wir bilden da keine Ausnahme, dennoch regen uns die anderen echt auf. Diese Tölpel! Irgendwann sind wir dann aber dran und schieben Flasche für Flasche in den übel riechenden Schlund der Maschine. Ein paar Ausreißer gibt es immer, gefühlte 100 Flaschen können gar nicht oder erst nach mehrmaligem Versuchen vom Automaten angenommen werden. Die die immer noch nicht wollen, schrauben wir auf und pusten rein, um auch den letzten Knick aus dem Plastik zu drücken und den reichen Lohn dafür zu erhalten. 10,00 Euro Pfand, nett! Eure Laune bessert sich schon ein wenig. Das ändert sich schlagartig, wenn ihr durch die Höllenpforte tretet. Ich finde ja man sollte diesen berühmten Satz, der auf dem Höllentor steht, über jeden Eingang eines Supermarkts schreiben "Die die ihr hier eintretet, lasset alle Hoffnung fahren!" Jo, danke Dante Alighieri, das trifft es so ziemlich, fehlt nur noch Minos der Torwächter zu den Kreisen der Hölle.
Eure Bemühungen nach Essbarem zu fahnden wird auf den ersten Schritten bereits unterbrochen durch Leute, die wohl professionelle Im-Weg-Steher sind. Ich schwöre es euch so etwas gibt es. Wir kennen sie doch alle. An denen vorbei geschlängelt, ohne das, wer auch nur einen Schritt platz gemacht hätte, können wir dann endlich beginnen. Schnell haben wir eigentlich alles im Wagen, was wir wollten, klar, die Hälfte vergessen wir, weil wir keinen Zettel brauchten oder einen geschrieben haben der aber zuhause liegt, aber irgendwas Essbares hat dennoch den Weg in den Wagen gefunden. Die letzten Sachen stellen uns wieder vor eine Herausforderung: Rentner, soweit das Auge reicht. Stehen vor so ziemlich allem. Sie anzusehen bringt nichts, man wird ignoriert, erst wenn man etwas lauter auf sich aufmerksam macht, gehen die Regalblockierer aus dem Weg. Ein paar böse Blicke fängt man sich ein: Man hat ja die Konversation über Krankheiten unterbrochen. Egal, alles Drin! Raus hier! Die Kassen waren zwar die ganze Zeit leer, aber jetzt steht dort eine Menschenmenge, die jeglicher Beschreibung einfach nur spottet. Genervt stellt ihr euch an. Es kommt einem so vor, als hätten alle Muttis der Welt ihre Wocheneinkäufe grade eben gemacht. Im Halbschlaf kommt ihr dann irgendwann an der Kasse an, wo man euch per EC-Gerät überfällt und einen Wahnsinns-Betrag für so wenig Essen abnimmt. Nachdem alles a-la-Tetris verstaut ist, stellt ihr fest: "Scheiße, ist das schwer!" Den Rucksack auf dem Rücken und in jeder Hand zwei Taschen, alles voller als Charlie Harper zu seinen besten Zeiten. Mit dem Bauch schiebt ihr den Wagen zurück in sein Gefängnis und begebt euch auf die gefühlte Erdumrundung nach Hause. Spätestens jetzt regnet es. Die Wolken formen einen gigantischen Mittelfinger ...
Ihr wollt euch eigentlich schnell bewegen, damit nicht alles nass wird, aber es ist so schwer, dass Schnelligkeit nun grade wirklich keine Option ist. Alle paar Meter stellt ihr die Tüten ab und ballt die Fäuste um das einschneidende Gefühl los zu werden. Hilft ja alles nichts- weiter. Unterwegs bemerkt ihr, dass ihr eine SMS bekommen habt, ein Kollege ist im Auto an euch vorbeigefahren und lässt euch wissen "Hab dich gesehen. Was schleppst du da soviel du Trottel?" DANKE, ich wollte nicht mitgenommen werden und mir die Qualen ersparen- Achtung Sarkasmus!
So eine Stunde später kommt ihr heim und stellt alles ab. Durchgeschwitzt bis zum geht nicht mehr und stinkend wie ein Profi-Boxer fallt ihr den Tüten direkt hinterher und bleibt auf dem Boden liegen. Ein paar Minuten später rafft ihr euch auf und fangt an alles in den Kühlschrank zu räumen. Ein letztes Mal Tetris und es ist geschafft! Das spornt an! Alles verstaut, nass aber glücklich beendet ihr auch dieses Abenteuer des Alltags. Wenn ich endlich den Mist nicht mehr schleppen muss, fahre ich glaube ich für jeden kleinen Mist los nur um es zu zelebrieren nicht mehr laufen zu müssen und bemitleide die armen Schweine, die sich immer noch den Arsch abschleppen.
Es steht immer wieder an: einkaufen. Klar, wenn man ein Auto hat, dann dürfte einem das nicht so viel ausmachen. ABER wenn man keins hat, wird die Jagd nach Essbarem oft zum Abenteuer. Anfangen tut alles schon zuhause. Ihr schnappt euch euren größten Rucksack und packt eure 100.000 Pfandflaschen in Taschen. Das ist nicht schwer, sieht aber so aus. Noch ist alles ok. Na dann, eine Liste brauchen wir nicht- alles gemerkt, klar. Also los dann! Gehen wir mal davon aus, dass es nicht regnet, im Normalfall wäre es wohl aber so. Mittlerweile bin ich nur davon schon so genervt, dass ich alles wieder abstelle und mich ins Bett lege. Also: gutes Wetter, gute Laune, und Abmarsch!
Den kilometerlangen Weg legt ihr schon leicht gestresst zurück, weil ihr euch einfach Besseres vorstellen, könnt als Zeit mit rumrennen zu vertrödeln. Irgendwann kommt ihr dann endlich an, ausgelaugt als wäret ihr durch die Sahara gepilgert und habt nun die rettende Oase erreicht. Schritt 1: geschafft! Schritt 2: Greif dir einen Einkaufswagen! ... War klar ... Chip vergessen und von Kleingeld auch keine Spur. Lediglich ein leises Rauschen kommt aus der Brieftasche, oder ist es das Geräusch, dass diese runden Büsche machen, wenn sie durch die Prärie rollen? Ich fürchte Letzteres. Nach ewigem Gekrame in den kleinen Taschen und Fächern an eurem Rucksack stellt ihr fest: Ja! 50 Cent! Das reicht grade so um einen Wagen aus seinem Gefängnis zu befreien und ihn mit auf eure Odyssee zu nehmen. Erstmal Pfand abgeben, die Schlange ist natürlich übertrieben lang, so als hätten sich heute alle gedacht "bringe ich mal den Pfand der letzten 4 Jahre weg". Ok, wir bilden da keine Ausnahme, dennoch regen uns die anderen echt auf. Diese Tölpel! Irgendwann sind wir dann aber dran und schieben Flasche für Flasche in den übel riechenden Schlund der Maschine. Ein paar Ausreißer gibt es immer, gefühlte 100 Flaschen können gar nicht oder erst nach mehrmaligem Versuchen vom Automaten angenommen werden. Die die immer noch nicht wollen, schrauben wir auf und pusten rein, um auch den letzten Knick aus dem Plastik zu drücken und den reichen Lohn dafür zu erhalten. 10,00 Euro Pfand, nett! Eure Laune bessert sich schon ein wenig. Das ändert sich schlagartig, wenn ihr durch die Höllenpforte tretet. Ich finde ja man sollte diesen berühmten Satz, der auf dem Höllentor steht, über jeden Eingang eines Supermarkts schreiben "Die die ihr hier eintretet, lasset alle Hoffnung fahren!" Jo, danke Dante Alighieri, das trifft es so ziemlich, fehlt nur noch Minos der Torwächter zu den Kreisen der Hölle.
Eure Bemühungen nach Essbarem zu fahnden wird auf den ersten Schritten bereits unterbrochen durch Leute, die wohl professionelle Im-Weg-Steher sind. Ich schwöre es euch so etwas gibt es. Wir kennen sie doch alle. An denen vorbei geschlängelt, ohne das, wer auch nur einen Schritt platz gemacht hätte, können wir dann endlich beginnen. Schnell haben wir eigentlich alles im Wagen, was wir wollten, klar, die Hälfte vergessen wir, weil wir keinen Zettel brauchten oder einen geschrieben haben der aber zuhause liegt, aber irgendwas Essbares hat dennoch den Weg in den Wagen gefunden. Die letzten Sachen stellen uns wieder vor eine Herausforderung: Rentner, soweit das Auge reicht. Stehen vor so ziemlich allem. Sie anzusehen bringt nichts, man wird ignoriert, erst wenn man etwas lauter auf sich aufmerksam macht, gehen die Regalblockierer aus dem Weg. Ein paar böse Blicke fängt man sich ein: Man hat ja die Konversation über Krankheiten unterbrochen. Egal, alles Drin! Raus hier! Die Kassen waren zwar die ganze Zeit leer, aber jetzt steht dort eine Menschenmenge, die jeglicher Beschreibung einfach nur spottet. Genervt stellt ihr euch an. Es kommt einem so vor, als hätten alle Muttis der Welt ihre Wocheneinkäufe grade eben gemacht. Im Halbschlaf kommt ihr dann irgendwann an der Kasse an, wo man euch per EC-Gerät überfällt und einen Wahnsinns-Betrag für so wenig Essen abnimmt. Nachdem alles a-la-Tetris verstaut ist, stellt ihr fest: "Scheiße, ist das schwer!" Den Rucksack auf dem Rücken und in jeder Hand zwei Taschen, alles voller als Charlie Harper zu seinen besten Zeiten. Mit dem Bauch schiebt ihr den Wagen zurück in sein Gefängnis und begebt euch auf die gefühlte Erdumrundung nach Hause. Spätestens jetzt regnet es. Die Wolken formen einen gigantischen Mittelfinger ...
Ihr wollt euch eigentlich schnell bewegen, damit nicht alles nass wird, aber es ist so schwer, dass Schnelligkeit nun grade wirklich keine Option ist. Alle paar Meter stellt ihr die Tüten ab und ballt die Fäuste um das einschneidende Gefühl los zu werden. Hilft ja alles nichts- weiter. Unterwegs bemerkt ihr, dass ihr eine SMS bekommen habt, ein Kollege ist im Auto an euch vorbeigefahren und lässt euch wissen "Hab dich gesehen. Was schleppst du da soviel du Trottel?" DANKE, ich wollte nicht mitgenommen werden und mir die Qualen ersparen- Achtung Sarkasmus!
So eine Stunde später kommt ihr heim und stellt alles ab. Durchgeschwitzt bis zum geht nicht mehr und stinkend wie ein Profi-Boxer fallt ihr den Tüten direkt hinterher und bleibt auf dem Boden liegen. Ein paar Minuten später rafft ihr euch auf und fangt an alles in den Kühlschrank zu räumen. Ein letztes Mal Tetris und es ist geschafft! Das spornt an! Alles verstaut, nass aber glücklich beendet ihr auch dieses Abenteuer des Alltags. Wenn ich endlich den Mist nicht mehr schleppen muss, fahre ich glaube ich für jeden kleinen Mist los nur um es zu zelebrieren nicht mehr laufen zu müssen und bemitleide die armen Schweine, die sich immer noch den Arsch abschleppen.
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